Doku über legendäre Atari-Müll­deponie

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E.T.’s Grab wird endlich ausgehoben

Eine von einer Gruppe Dokumentarfilmer durchgeführte Ausgrabung in New Mexico soll die Existenz von Ataris sagenumwobenem Spielegrab beweisen, in dem auch das Atari 2600-Spiel E.T. The Extra-Terrestrial sein unrühmliches Ende fand.

E.T. Atari 2600


Update vom 11.04.2014: Auf der offiziellen Newsseite von Xbox wurde der Startzeitpunkt der Ausgrabung für Samstag, den 26. April 2014 anberaumt. Wer vor Ort miterleben will, wie ein (paar Millionen) Stück Videospielgeschichte ausgebuddelt werden, findet dort sogar die genaue Adresse. 😉


Bereits im März 2013 machten sich die Filmemacher um Fuel Entertainment, Xbox Entertainment Studios und LightBox Entertainment daran, die angeblich in Alamogordo, New Mexico gelegene Mülldeponie von Atari auszugraben, auf der unter anderem mehrere Millionen Kopien des E.T.-Spiels vermutet werden. Nach der geplant 6 Monate andauernden Ausgrabung sollte dann ein 60-minütiger Dokumentarfilm entstehen. Dazu kam es jedoch nicht, da das Umweltamt von New Mexico seine Einwilligung nicht gab – bis jetzt!

Letzte Woche erhielt das Projekt nun endlich grünes Licht. Ein Sprecher von Microsoft sagte dazu, dass die Planung gerade abgeschlossen würde. Der Ausgrabung steht also nichts mehr im Wege.

Aber warum ist ein Haufen alter Spieler eigentlich so interessant?

Die Legende

Nach dem riesigen Kinoerfolg von Steven Spielbergs E.T. sicherte sich Atari im Jahr 1982, als damaliger Marktführer der Videospielbranche, für geschätzte 25 Millionen US-Dollar die Rechte an einer Spieleumsetzung des Films. Um das Weihnachtsgeschäft noch abgreifen zu können, veröffentlichte man E.T., das Unmengen an Geld verschlang, nach nur 5 Wochen Entwicklungszeit.
Das heiß begehrte Spiel verkaufte sich 1,5 Millionen Mal, bis sich herumsprach, wie grauenvoll Grafik, Gameplay und Geschichte waren – sogar dermaßen grauenvoll, dass E.T. The Extra-Terrestrial seither den Titel des schlechtesten Spiels aller Zeiten hält.

Mit den 3,5 Millionen unverkauften und den zahlreichen, wieder zurückgegebenen Spielen, wusste niemand bei Atari etwas anzufangen. Also entschloss man sich, so die Legende, 1983 dazu, das gefloppte Spiel, zusammen mit einigem anderen Equipment, lasterweise in einer Deponie in New Mexico zu vergraben. Um Schatzsucher und abenteuerlustige Kinder vom Herumstöbern abzuhalten, übergoss man später zusätzlich noch alles mit einer Schicht Zement.
Letztendlich kostete das Fiasko Atari 500 Millionen US-Dollar und wird gemeinhin als Anfang vom Ende der Firma gesehen.

Die Dokumentarfilmer wollen sich nun auf die Suche nach dieser Mülldeponie machen, in der, neben E.T. und einigen Konsolen, auch Prototypen anderer Spiele vermutet werden.

Kommen wir dem Geheimnis um Ataris mysteriöses Spielegrab nach 30 Jahren endlich auf die Spur?

Quelle: Retro Collect, Alamogordo News

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